Wie man konstruktive Kritik formuliert, ohne sein Team zu verprellen
Entdecken Sie 4 Schlüssel aus der Positiven Psychologie für Feedback, das Vertrauen schafft.
Nehmen Sie bei der Beurteilung einer Situation jemals eine andere Sichtweise ein als Ihre Kollegen? Die Antwort lautet höchstwahrscheinlich ja. Die eigentliche Frage ist: Wie bringen Sie diese zum Ausdruck?
Kritik ist ihrem Wesen nach weder negativ noch positiv. Im Gegenteil: Wenn sie dem Gemeinwohl, dem kollektiven Interesse und der Innovationskraft und Kreativität der Mitarbeitenden dient, wird sie konstruktiv, ja sogar produktiv. Die Herausforderung besteht daher nicht darin, Kritik zu vermeiden, um interne Konflikte zu verhindern, sondern ein Klima des Vertrauens zu schaffen, von dem alle profitieren – im Sinne einer Win-Win-Situation.
Unbehagen, Stress und mangelnde Motivation am Arbeitsplatz hängen oft mit Kommunikationsproblemen zusammen. Die Forschung der Psychologin Shelly Gable zur zwischenmenschlichen Kommunikation hat gezeigt, dass die Wortwahl und die Art der Äußerung direkten Einfluss auf die Qualität von Beziehungen und die Teamleistung haben. Wie also übt man Kritik, ohne dass sich der Gesprächspartner angegriffen fühlt oder in die Defensive geht? Hier sind vier konkrete Tipps.
1. Kritik sollte auf Fakten und nicht auf der Person basieren.
Kritik sollte auf objektiven Fakten basieren, ohne die Person oder das Projekt, an das sie gerichtet ist, direkt anzugreifen. Bevor Sie beginnen, identifizieren und präzisieren Sie das unerfüllte Bedürfnis: Warum stimme ich nicht zu?
Verwenden Sie lieber die Pronomen „ich“ oder „wir“ anstelle von „du“ oder „ihr alle“, da diese eine anklagende Bedeutung haben. Mit „Ich stelle diese Entscheidung in Frage“ eröffnen Sie den Dialog; mit „Du hast falsch gehandelt“ beenden Sie ihn.
2. Stellen Sie offene Fragen, anstatt Aussagen zu treffen.
Lernen Sie, Fragen zu stellen. Stellen Sie offene Fragen, damit Ihr Gesprächspartner seinen Standpunkt verteidigen und begründen kann. Diese Fragen regen nicht nur zum Weiterdenken an, sondern zeigen auch Ihr Interesse und Ihre Rücksichtnahme.
Zeigen Sie Empathie und Freundlichkeit, um Gegenseitigkeit zu fördern. Ein Kollege, der sich gehört fühlt, ist viel eher bereit, sich eine Meinungsverschiedenheit anzuhören.
3. Scheitern als Lernchance wertschätzen
Betrachten Sie Misserfolge als das, was sie wirklich sind: Chancen zum Lernen und Wiederaufstehen. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, ihre Komfortzone zu verlassen, sich gegenseitig zu helfen, neue Ansätze auszuprobieren, kurzum, eine Wachstumsmentalität zu entwickeln.Wachstumsdenken).
Ein Team, das keine Angst vor Fehlern hat, ist innovativer und kommuniziert offener über seine Schwierigkeiten.
4. Beachten Sie das Positivitätsverhältnis von 1/6
Achten Sie auf ein positives Feedbackverhältnis in Ihrem Team. Ein Kriterium dafür ist das Verhältnis von negativem zu positivem Feedback, das derselben Person gegeben wird. Studien zufolge liegt der optimale Wert bei etwa 1 zu 6.
Sich auf das Negative zu konzentrieren, ist energieraubend – sowohl für Sie als auch für Ihr Team. Konstruktives Feedback gedeiht in einem Umfeld, in dem Anerkennung geschätzt wird.
Zusammenfassend: eine Frage des Gleichgewichts
Letztendlich kommt es auf die richtige Balance an. Konstruktive Kritik muss verschiedene zwischenmenschliche Bedürfnisse geschickt berücksichtigen: Kreativität durch offene Diskussionen fördern und gleichzeitig Zusammenhalt (Teamzusammenhalt) und Sinn stiften. Entwickeln Sie eine positive und optimistische Haltung und teilen Sie diese: Sie ist ansteckend.
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